Projekt

Familiennamenatlas der
Deutschschweiz

mit Ausblicken auf

die romanischen
Sprachgebiete

Giovanni Segantini, Ave Maria bei der Überfahrt, 1886
An der Universität Bern realisieren wir das bislang grösste Projekt zur Erforschung der Schweizer Familiennamen. Untersucht werden die Namen von vor 1800 bis heute nach linguistischen Gesichtspunkten. Die Ergebnisse sollen in einem digitalen, frei zugänglichen Atlas publiziert werden. Hier finden sich Kostproben, Impressionen, Veranstaltungshinweise und vieles mehr.
Familiennamen sind Zeitzeugen aus dem Mittelalter. Sie wurden in der Schweiz teilweise schon im 13. Jahrhundert fest – damit früher als in anderen deutschsprachigen Regionen. Daher verraten sie uns viel über den historischen Sprachstand – z.B. über die Lautung oder die Wortbildung –, aber auch über die mittelalterliche Lebens- und Arbeitswelt, etwa über das Handwerk oder das soziale Miteinander. Namen zeugen auch von Wanderungsbewegungen ihrer Träger*innen, also von Zuzug und Binnenmigration.

Familiennamen systematisch

Der Atlas gliedert sich in drei Teile: 1. Grammatik: Namen nach Lautung und Bildungsweise. 2. Lexik: Namen nach Benennungsmotiven wie etwa dem Beruf oder der Wohnstätte. 3. Schweizer Geschichte im Spiegel der Familiennamen, z.B. Migrationsgeschichte. Auf dieser Unterseite bieten wir Einblicke in die Atlasstruktur.

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Aktuelles

Hier finden sich alle Neuigkeiten – etwa zu Veranstaltungen und Pressemeldungen. Ausserdem stellen wir hier unter «Namenthema des Monats» spannende Phänomene in Kurzportraits vor. Diesen Monat lautet das Thema: «Sprachhistorische Relikte im Schweizer Familiennamenbestand – Herkunftsnamen auf von».

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Kartierung

Wie werden im Atlasprojekt die Namen kartiert? Welche Darstellungsmöglichkeiten gibt es und was macht ein schönes Kartenbild aus? Auf dieser Unterseite zeigen wir es an Beispielen.